Die Landwirtschaft hat in der heutigen Zeit immer größere Bedeutung. Rund ein Drittel aller Menschen auf der Welt, vor allem in wenig industrialisierten Ländern, leben ausschließlich von der landwirtschaftlichen Produktion. Durch den Klimawandel und die ständig wachsende Weltbevölkerung ergeben sich jedoch neue Probleme.

Weltweites Wachstum

Die Weltbevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten drastisch angestiegen. Um Christi Geburt lebten rund 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten, im Mittelalter waren es knapp 500 Millionen. Erst zu Beginn der industriellen Revolution ab dem 19. Jahrhundert begann die Weltbevölkerung langsam zu steigen und betrug bis zum Jahr 1970 drei Milliarden. Seit damals hat sich die Bevölkerung noch stärker entwickelt. Heute leben rund 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde. Immer mehr Menschen verlangen jedoch auch nach immer mehr Nahrung. Die Erzeugung der Rohstoffe für die Lebensmittel obliegt jedoch ausschließlich der Landwirtschaft. Bis ins Jahr 2050 müsste sich den neuesten Prognosen zufolge die landwirtschaftliche Produktion verdoppeln. Die EU hat ihre Agrarpolitik bereits auf die Steigerung der Agrarproduktion eingestellt. In den USA kämpfen Bauern jedoch um ihre Existenz. Durch Strafzölle für Mexiko, die EU und China hat sich die Lage verschärft. Amerikanische landwirtschaftliche Produkte werden durch Gegenmaßnahmen dieser Länder in ihren Preisen stark gedrückt. Dazu kommt noch eine restriktive Einwanderungspolitik und Maisüberschüsse, die für die Biokraftstoffproduktion anfielen, dämpfen die Preise zusätzlich.

Der Klimawandel

Der Klimawandel macht der Landwirtschaft zusätzlich zu schaffen. Durch Hitzewellen, die immer häufiger auftreten und auch länger anhalten, trocknen viele Agrarflächen aus. Durch mildere Winter verändern viele Nutzpflanzen ihre Wachstumsphasen. So stehen manche Nutzpflanzen bereits sehr früh in Blüte und ein plötzlich auftretender Frost kann die kommende Ernte zunichtemachen. Auch Starkregen und Hagel bereiten den Landwirten zunehmend Probleme. Durch mildere Temperaturen reifen beispielsweise Weintrauben früher und werden dann zu einem Opfer von Sommergewittern. Das kann dazu führen, dass die Früchte aufplatzen und für die Weinlese unbrauchbar werden.